Robert Feustel

beschäftigt sich mit politischer Theorie, Kultursoziologie sowie Wissenschaftsgeschichte; ist Politikwissenschaftler von Haus aus, promoviert in Leipzig, habilitiert im Fach Soziologie in Jena, lehrt und arbeitet in Leipzig.

NEU
Der verbotene Rausch. Wie Drogen zum Problem wurden
Kohlhammer Verlag, August 2026
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Publikationen

Monographien
Cover: Der verbotene Rausch. Wie Drogen zum Problem wurden

Der verbotene Rausch. Wie Drogen zum Problem wurden

Kohlhammer Verlag, 2026

Wie der Begriff „Droge“ zu einem politischen Kampfbegriff wurde – von der viktorianischen Apotheke des 19. Jahrhunderts bis zur Drogenpolitik der Gegenwart.

Ankündigungstext +

Was genau "Drogen" sind, ist nur scheinbar selbstverständlich. Der Begriff bekommt seine moderne Bedeutung erst, als sich im frühen 20. Jahrhundert ein grundlegend neues Verständnis psychoaktiver Substanzen durchsetzt und sie zum existenziellen Problem umdeutet. Der Gebrauch sogenannter "Rauschgifte" wird plötzlich lautstark stigmatisiert, pathologisiert und kriminalisiert. Der bis heute herrschende Drogendiskurs nimmt Gestalt an. Robert Feustel rekonstruiert die Geschichte dieser Problematisierung entlang der drei Dimensionen Substanz, Subjekt und Gesellschaft. Dies legt eine Ordnung des Wissens frei, die Drogen vorrangig mit Wahn, Kontrollverlust und Abhängigkeit verknüpft. Deutlich wird: Vermeintliche Gewissheiten sind sozial hergestellt und streitbar. Das Buch plädiert für einen nüchternen Blick und eine differenzierte Sprache, ohne Risiken zu leugnen. Dies öffnet Räume für sachliche Debatten und neue Perspektiven, jenseits von Verherrlichung und Alarmismus.

Cover: Verspielte Gesellschaft. Strategien von Reichsbürgern, Verschwörungsgläubigen und Populisten

Verspielte Gesellschaft. Strategien von Reichsbürgern, Verschwörungsgläubigen und Populisten

Verbrecher Verlag

Wie kann es sein, dass sich Fakes und Lügen als Fakten so effektiv verbreiten, ohne Konsequenzen für jene, die damit arbeiten? Das Buch untersucht das Spiel als soziale Praxis und liefert eine Theorie des Unsinns im Maschinenraum des Populismus.

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Unsinn auf allen Kanälen: Die Waldbrände in Kalifornien 2018 wurden von jüdischen Weltraumlasern verursacht, Deutschland muss sich gegen eine anstehende Zwangsveganisierung wehren, für ein Tempolimit auf Autobahnen fehlen die Schilder. Wie kann es sein, dass sich Fakes und Lügen als Fakten so effektiv verbreiten können, ohne Konsequenzen für jene, die damit arbeiten? Spielen sie vielleicht? Bei einem Fußballspiel wissen alle, dass es nur ein Spiel ist, trotzdem weinen Fans echte Tränen und fühlen sich in ihrer Existenz angegriffen. Ist es bei Verschwörungsmythen vielleicht genauso? Womöglich ist es Zeit für eine Theorie des Unsinns. Das Spiel als soziale Praxis liefert sie. Im Maschinenraum des Populismus wird Unsinn in Serie produziert und die Gesellschaft mitsamt ihrer Grundlagen verspielt.

Cover: Urbane Konflikte und die Krise der Demokratie. Stadtentwicklung, Rechtsruck und Soziale Bewegungen

Urbane Konflikte und die Krise der Demokratie. Stadtentwicklung, Rechtsruck und Soziale Bewegungen

Verlag Westfälisches Dampfboot, 2021 · mit Peter Bescherer, Anne Burkhardt, Gisela Mackenroth, Luzia Sievi

Anhand qualitativer Studien in Leipzig und Stuttgart diskutiert der Band den Zusammenhang von städtischen Problemen und rechtspopulistischen Denk- und Handlungsformen.

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Nicht allein in deindustrialisierten ländlichen Regionen, sondern auch in urbanen Räumen ist eine Verfestigung rechtsautoritärer Orientierungen und eine daran anschließende politische Dynamik zu beobachten. Anhand qualitativer empirischer Studien in Leipzig und Stuttgart diskutiert der Band den Zusammenhang von städtischen Problemen (Wohnraumversorgung, städtebauliche Projekte und Beteiligung, Mobilität- und Energiewende etc.) und rechtspopulistischen Denk- und Handlungsformen. Er schließt damit an Debatten um soziale und/oder kulturelle Ursachen von Rassismus, Nationalismus und Antifeminismus an. Im Zentrum des Buches stehen lokale Konflikte um Quartiersentwicklung, Wohnen und Verkehr. Darüber hinaus ziehen die Autor*innen Schlüsse für die politische Auseinandersetzung mit rechten Strömungen, Bewegungen und Parteien.

Cover: „Am Anfang war die Information“. Digitalisierung als Religion

„Am Anfang war die Information“. Digitalisierung als Religion

Berlin: Verbrecher Verlag, 2019

Eine Wissensgeschichte von der Industrialisierung bis zur Digitalisierung: Wie „Information“ im Informationszeitalter zum Heiligen Geist mutierte und den Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge einebnet.

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Alternative Fakten? Wie konnte es passieren, dass Gerücht, Lüge, Fakt und Wahrheit ununterscheidbar wurden? Robert Feustel untersucht die Wissensgeschichte von der Industrialisierung bis zur Digitalisierung und zeigt, wie im sogenannten Informationszeitalter ebenjene „Information“ zum Heiligen Geist mutierte und den Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge einebnet: Hauptsache sie zirkulieren möglichst reibungslos und in Echtzeit. Schließlich gerät auch das Bild des Menschen in den Sog der Digitalisierung. Was unterscheidet das menschliche Denken vom prozessierenden Computer?

Cover: Die Kunst des Verschiebens. Dekonstruktion für Einsteiger

Die Kunst des Verschiebens. Dekonstruktion für Einsteiger

München: Wilhelm Fink Verlag, 2015

Derridas Wortschöpfung als Perspektive oder Haltung, vorgestellt anhand von Beispielen aller Art, jenseits von Feuilleton-Verwässerung und akademischem Pomp.

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Dekonstruktion ist immer noch in aller Munde. Dabei ist sie an sehr unterschiedlichen Ufern unterwegs: Einerseits als Allerweltsvokabel im Feuilleton und im bildungsbürgerlichen Kulturgut, andererseits als hoch theoretisches Werkzeug in den Gemäuern altehrwürdiger Universitäten, vom Charme des Unverständlichen umhüllt. Das Buch versucht, sowohl die zeitgenössische Popularität und Verwässerung wie die akademische Komplexität zu vermeiden. Stattdessen wird Derridas Wortschöpfung als Perspektive oder Haltung anhand von Beispielen aller Art und möglichst ohne den Pomp philosophischer Begriffe vorgestellt. Übrig bleibt eine Denkbewegung, die nicht zu unrecht für Aufsehen gesorgt hat und dennoch recht spezifisch ist. Letztlich ist sie vor allem eines: politisch.

Cover: „Ein Anzug aus Strom“. LSD, Kybernetik und die psychedelische Revolution

„Ein Anzug aus Strom“. LSD, Kybernetik und die psychedelische Revolution

Wiesbaden: Springer VS, 2015

Eine andere Geschichte der psychedelischen Bewegung: Hinter der bunt-blumigen Fassade der Gegenkultur trägt ein kybernetisches Denken in Feedbacks und Regelkreisen die Phantasie.

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LSD ist das Elixier der psychedelischen 1960er Jahre. Der Stoff verzückt eine ganze Generation und nährt die Hoffnung auf eine Welt jenseits von Macht und Geld. Doch die Gegenkultur dieser Zeit hat einen doppelten Boden: Hinter der bunt-blumigen Fassade trägt ein kybernetisches Denken in Feedbacks und Regelkreisen die Phantasie. LSD scheint den theoretischen Kurzschluss von Mensch und Maschine wahr werden zu lassen. Das Buch erzählt eine andere Geschichte der psychedelischen Bewegung und zeigt, dass die Freiheit der Hippies nicht zuletzt Anpassung an die technischen Gegebenheiten bedeutet und den Weg in die Kontrollgesellschaft ebnet.

Cover: Grenzgänge. Kulturen des Rauschs seit der Renaissance

Grenzgänge. Kulturen des Rauschs seit der Renaissance

München: Wilhelm Fink Verlag, 2013

Ein Blick in die Kulturgeschichte des Rauschs zeigt: Es gibt keinen echten oder authentischen Rausch — Rausch zeigt sich als Konzept, das erst im 18. Jahrhundert das Licht der Welt erblickte.

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Ob Rauscherfahrungen gut oder schlecht sind, wird viel diskutiert. Was es jedoch heißt, „berauscht“ zu sein, spielt zumeist keine Rolle – es scheint immer schon klar. Ein Blick in die Kulturgeschichte des Rauschs zeigt: Es gibt keinen echten oder authentischen Rausch. Der Rausch kann viele Gesichter haben. Drogenerfahrungen gelten als bedeutsamer Ausdruck verwirrter oder erleuchteter Seelen, als basale Sinnestäuschung eines „angebrannten Gehirns“, als Möglichkeitsbedingung absoluter Selbsterkenntnis oder als Modus, das „Unaussprechliche“ auszusprechen. Die üblicherweise angenommene Authentizität der Erfahrung erodiert im Moment des historischen Vergleichs, und Rausch zeigt sich als Konzept oder „epistemisches Ding“, das erst im Verlauf des 18. Jahrhunderts das Licht der Welt erblickte.

Sammelbände
Cover: Sub\urban, Zeitschrift für kritische Stadtforschung — Themenschwerpunkt: Stadt von Rechts?

Sub\urban, Zeitschrift für kritische Stadtforschung — Themenschwerpunkt: Stadt von Rechts?

Mai 2019 · mit Peter Bescherer, Tobias Bernet, Kristine Beurskens, Boris Michel

21 Beiträge zu Strategien und Dynamiken der städtischen Raumnahme rechter Gruppierungen.

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Die Großstädte sind liberal, die Dörfer rechts – auf diesen simplen Nenner scheint man in den öffentlichen Debatten immer wieder zu kommen, wenn die räumlichen Dimensionen des aktuellen Rechtsrucks in den Blick genommen werden. Dass dies nicht nur unterkomplex ist, sondern diese ignorante und reduktionistische Verräumlichung insbesondere für marginalisierte städtische Bevölkerungsgruppen hochgefährlich sein kann, beweist der Themenschwerpunkt „Stadt von rechts?“. Die insgesamt 21 Beiträge im Schwerpunkt verdeutlichen die Strategien und Dynamiken der städtischen Raumnahme rechter Gruppierungen und diskutieren auch, vor welchen Herausforderungen ihre kritische Beforschung steht.

Cover: Handbuch Drogen in sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive

Handbuch Drogen in sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive

Springer-Verlag, November 2018 · mit Henning Schmidt-Semisch, Ulrich Bröckling

Kartografiert das soziologische und kulturwissenschaftliche Feld in Bezug auf Drogen und die mit ihnen verbundenen sozialen und politischen Praktiken.

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Die Beiträge dieses Bands kartographieren das soziologische und kulturwissenschaftliche Feld in Bezug auf Drogen und die mit ihnen verbundenen sozialen, gesellschaftlichen und politischen Praktiken. Der Inhalt: Kulturgeschichtliche Zugänge zu Drogen und Rausch, Drogen und Sucht, Theorie der Drogen (soziologische und kulturwissenschaftliche Perspektiven), Drogenmärkte und Prohibition, ethnografische Streifzüge sowie klassische Beiträge zur Drogenforschung.

Cover: Wörterbuch des besorgten Bürgers

Wörterbuch des besorgten Bürgers

Ventil-Verlag, 2016 (3. Auflage 2018) · mit Nancy Grochol, Tobias Prüwer, Franziska Reif

150 Einträge kartografieren und kritisieren den sprachlichen Zauber, der weite Teile der politischen Öffentlichkeit erfasst hat.

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Von »Asylindustrie« über »Merkeljugend« bis »Volkstod«: In Kreisen besorgter Bürger machen dieser Tage Begriffe die Runde, deren Unsinn nicht selbstverständlich ist. Dieses Wörterbuch kartografiert und kritisiert – unvollständig und selbst wertend – in 150 Einträgen den sprachlichen Zauber, der weite Teile der politischen Öffentlichkeit erfasst hat und der beharrlich mit stilisierten Ängsten spielt. Konsequent aus einer falschen Opferperspektive werden Tabubrüche inszeniert, um noch so derbe Zumutungen als verkannte Wahrheit zu deklarieren. Neben der politischen Schärfe kommt auch (ungewollt) Komisches zum Vorschein: Wer etwa von »Volksverdünnern« spricht, hat nicht darüber nachgedacht, dass Besorgte – um im Bild zu bleiben – dann die Arterien der Gesellschaft verstopfen.

Cover: Wir sind nie aktiv gewesen. Interpassivität zwischen Kunst- und Gesellschaftskritik

Wir sind nie aktiv gewesen. Interpassivität zwischen Kunst- und Gesellschaftskritik

Berlin: Kadmos, 2011 · mit Nico Koppo, Hagen Schölzel

Die „kleine Theorie“ der Interpassivität, entstanden gegen den Hype um interaktive Kunst in den 1990ern.

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Die »kleine Theorie« der Interpassivität entstand in den 1990er Jahren gegen den Hype um interaktive Kunst und setzte dem Beteiligungswahn jener Jahre die Hypothese des sich selbst betrachtenden Kunstwerks entgegen. Zunächst standen kulturelle Phänomene wie das Dosengelächter oder Gebetsmühlen im Zentrum. Kann Glauben delegiert werden? Lässt das Lachen aus dem Off einer SitCom den Fernsehapparat an unserer Stelle genießen? Der Band knüpft neue Anschlüsse an verschiedene sozial- und geisteswissenschaftliche Themen und lenkt das Augenmerk auf den politischen Gehalt des Konzepts. Die für moderne Subjektivität grundlegende Trennung von aktiv und passiv wird in der Perspektive der Interpassivität genauso fragwürdig wie die (neoliberale) Hypothese interaktiven Mitgestaltens.

Cover: Zwischen Sprachspiel und Methode. Perspektiven der Diskursanalyse

Zwischen Sprachspiel und Methode. Perspektiven der Diskursanalyse

Bielefeld: transcript, 2010 · mit Maximilian Schochow

Zwei Grundfragen: Wie lässt sich Diskursanalyse als „Tool“ präzisieren, und welche Anschlüsse ergeben sich zu anderen Konzepten?

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Die Rede vom »Diskurs« gehört mittlerweile zum alltäglichen Sprachgebrauch – und die Diskursanalyse ist zum disziplinübergreifenden Trend mit jeweils fachspezifischen Ausrichtungen geworden. In den Sozial- und Geisteswissenschaften jedoch ist die »Stabilisierung« der diskursanalytischen Methoden genauso zu hinterfragen wie der Versuch einer Abgrenzung zu anderen Methoden. Die Beiträge dieses Bandes gehen zwei grundlegenden Fragen nach: Inwieweit lässt sich die Diskursanalyse als »Tool« in Bezug auf ihre Anwendungsmöglichkeiten und ihr methodisches Gerüst präzisieren? Und: Welche Anschlussstellen ergeben sich in Hinblick auf andere Konzepte?

Cover: Das Politische denken. Zeitgenössische Positionen

Das Politische denken. Zeitgenössische Positionen

Bielefeld: transcript, 2010 (3. Auflage 2012) · mit Ulrich Bröckling

Einführende Überblicksdarstellungen zu den wichtigsten Theoretikern des politischen Denkens der Gegenwart — u.a. Rancière, Nancy, Badiou, Laclau/Mouffe, Latour, Derrida.

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Die Unterscheidung zwischen der Politik und dem Politischen ist eine, wenn nicht die Leitdifferenz zeitgenössischer Sozialphilosophie. Verweist der Begriff der Politik auf die institutionelle Ordnung, die staatliche Verwaltung des Gemeinwesens, so betont der Begriff des Politischen die unhintergehbaren Momente des Dissenses und Widerstreits, des Ereignisses und der Unterbrechung. Der Band enthält einführende Überblicksdarstellungen zu den wichtigsten Theoretikern des politischen Denkens der Gegenwart, u.a. zu Rancière, Nancy, Badiou, Laclau/Mouffe, Latour und Derrida, und lässt sich ebenso als umfassendes Nachschlagewerk wie als Einführung zu einzelnen Autoren verwenden.

Zeitschriften- & Buchbeiträge
2026

Reform of care for people with mental illness in two German states before reunification: An oral history approach in: History of Psychiatry: Madness, Science, Culture (mit G. Bornemann, T. Becker, H. Steinberg, H. Fangerau, S. Speerforck, F. Söhner) Link

2024

Verstehen von Psychiatrieversorgung in BRD und DDR. Plädoyer für einen Mixed-Methods-Ansatz, in: Re:visit – Humanities & Medicin in Dialogue 3(2), S. 255–277 (mit G. Bornemann, T. Becker, H. Steinberg, H. Fangerau, S. Speerforck, F. Söhner) Link

2024

Kompensation und Kontrolle. Zur fragwürdigen Macht der Drogen, in: Soziale Psychiatrie (186), S. 5–8

2022

Droge , in: M. Berek et al. (Hg.): Handbuch Sozialwissenschaftliche Gedächtnisforschung, Springer VS (mit Henning Schmidt-Semisch) Link

2021

Der psychedelische Traum vom digitalen Menschen , in: B. Kastenbutt, A. Legnaro, A. Schmieder (Hg.): Kulturdrogen – Drogenkultur, Jahrbuch Suchtforschung (10), Berlin, S. 23–41

2021

Wir sind alle süchtig. Anmerkungen zur Internetsucht, in: Rausch. Wiener Zeitschrift für Suchttherapie 10(3)

2021

Autoritäre Prävention. Abgründe vorhersagender Polizeiarbeit, in: Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen u.a. (Hg.): Politisch Handeln im autoritären Sog, Dresden, S. 43–55 Link

2020

Eine unendliche Geschichte. Von Drogen und Menschen, in: Aus Politik und Zeitgeschichte (49-50), S. 4–9 Link

2020

Erinnern, vergessen, anpassen, ausbrechen. Drogenkonsum und seine Motive, in: Suchtmagazin (3), S. 5–10

2020

„Wir Hanswürste Gottes“. Nietzsche, der Rausch und die Wahrheit, in: W. Kinzing, J. Sautermeister, N. Thies (Hg.): Rausch. Ekstase zwischen Bacchanal und Cognitive Enhancement, Baden-Baden: Ergon, S. 87–102

2020

„Homo digitalis“. Figurationen des Menschen zwischen Utopie und Dystopie, in: Berliner Debatte Initial 31(1), S. 85–97

2020

Bastelraum mit Geschichte oder Bastion gegen den Quartiersabstieg? Querelen um einen Leipziger Garagenhof, in: L. Berg, J. Üblacker (Hg.): Rechtes Denken, Rechte Räume?, Bielefeld: transcript, S. 177–198 (mit Peter Bescherer)

2019

„Selbsterhalt ist kein Rassismus.“ Zur neurechten Politik der Entpolitisierung, in: Zeitschrift für Diskursforschung (3), S. 285–304 (mit Florian Spissinger)

2018

Viel heiße Luft. Political Correctness und ihre Kritiker, in: Jahrbuch Pädagogik 1, S. 21–37 (erschienen 2020) DOI

2018

Der doppelte Populismus. Konturen eines schwierigen Begriffs, in: Berliner Debatte Initial 29(2), S. 133–144 (mit Peter Bescherer)

2018

Shifting Experiences, Shifting Borders. Towards a Deconstructive Reading of Intoxication/Rausch, in: H. Herlinghaus (Hg.): The Pharmakon, Heidelberg: Winter Verlag, S. 35–51

2017

Rosarotes Leipzig. Die Pleißestadt gibt sich aufgeklärt und weltoffen, in: H. Kleffner, M. Meisner (Hg.): Unter Sachsen, Berlin: Ch. Links-Verlag, S. 141–152 (mit T. Prüwer)

2016

!!1!1!! [Stichworteintrag], in: R. Feustel, N. Grochol, T. Prüwer, F. Reif (Hg.): Wörterbuch des besorgten Bürgers, Münster

2016

Die Zeit des Rauschs , in: M. Schetsche, R.-B. Schmidt (Hg.): Rausch – Trance – Ekstase, Bielefeld: transcript, S. 33–51

2016

Ein Trick der Vernunft. Die doppelte Kulturgeschichte des Rauschs, in: M. von Heyden, H. Jungaberle, T. Majić (Hg.): Handbuch psychoaktive Substanzen, Wiesbaden: Springer VS, S. 11–23 (Wiederabdruck 2018)

2016

Zwischen Wahn und Wahrheit. Die Geburt des Rauschs im 19. Jahrhundert, in: Jahrbuch Suchtforschung, Berlin: Lit-Verlag, S. 75–94

2015

Eine andere Ordnung der Dinge? Foucault, Baudrillard und die Kybernetik, in: Foucault-Blog (Universität Zürich), DOI: 10.13095/uzh.fsw.fb.115 (Wiederabdruck in Le foucaldien)

2014

Regime, Steppunkt, Wahrheit. in: D. Wrana, A. Ziem, M. Reisig, M. Nonhoff, J. Angermüller (Hg.): DiskursNetz, Berlin: Suhrkamp, S. 328–329/383/435–436

2014

„A Measure of Disorder“. Entropie als Metapher für das Andere der Ordnung, in: Behemoth 7(1), S. 118–139 PDF

2014

Das Geheimnis des Subjekts. Rauschdiskurse im 19. Jahrhundert, in: S. Klinge, L. Schlicht (Hg.): Geheimes Wissen, Berlin: trafo-Verlag, S. 265–285

2014

„Sozialwissenschaftliche Diskursforschung und method(olog)ische Systematisierung“. Debatte mit R. Feustel, R. Keller, D. Schrage, J. Wedl, D. Wrana, in: J. Angermüller et al. (Hg.): Diskursforschung, Bielefeld: transcript, S. 482–506

2013

„The unspoken thing“. Die Rationalität des Rauschs, in: Indes. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft (3), S. 8–16

2013

Vom „homo sapiens cyberneticus“. Das Bild des Menschen im Kontext der psychedelischen Revolution, in: kritische berichte (1), S. 95–109

2013

Intervention als Methode. Zum Verhältnis von Diskursanalyse und politischer Ideengeschichte, in: A. Busen, A. Weiß (Hg.), Baden-Baden: Nomos, S. 149–162

2013

„Fremde Vertraute“. Bilder von Ostdeutschen im Kontext der Psychotherapie, in: R. Pates, M. Schochow (Hg.): Der „Ossi“, Wiesbaden: VS, S. 129–150

2012

Zweierlei Maß oder die Rückkehr des Raums. „Linksextremistische“ Thesen und ihre Resonanz, in: S. Feustel, J. Stange, T. Strohschneider (Hg.): Verfassungsfeinde?, Hamburg: VSA-Verlag, S. 134–142

2012

Optimieren statt Überschreiten. Über die Verbindung von Techno, Rausch und Kapitalismus, in: Phase 2 (43)

2012

Überwachung – Selbstschutz der Demokratie oder Symptom ihres Niedergangs? , in: weiterdenken e.V./Kulturbüro Sachsen e.V. (Hg.): „Sachsens Demokratie“?, S. 62–70

2011

Entropie des Politischen. Zur strategischen Funktion des Extremismusbegriffs, in: Forum für kritische Rechtsextremismusforschung (Hg.), Wiesbaden: VS, S. 117–140

2011

Wir sind nie aktiv gewesen. Interpassivität zwischen Kunst- und Gesellschaftskritik, in: R. Feustel, N. Koppo, H. Schölzel (Hg.), Berlin: Kadmos, S. 7–16

2011

Jenseits von Aktion und Operation. Zum Verhältnis von Interpassivität und Simulation, in: R. Feustel, N. Koppo, H. Schölzel (Hg.), Berlin: Kadmos, S. 207–220 (mit Hagen Schölzel)

2010

Erlaubt ist, was nicht stört? Die Extremismus-Formel als Geburtsfehler der „Demokratie“, in: Phase 2 (38)

2010

Einleitung: Zwischen Sprachspiel und Methode. Perspektiven der Diskursanalyse, in: R. Feustel, M. Schochow (Hg.), Bielefeld: transcript, S. 7–17 (mit Maximilian Schochow)

2010

„Off the Record“. Diskursanalyse als die Kraft des Unmöglichen, in: R. Feustel, M. Schochow (Hg.), Bielefeld: transcript, S. 81–99

2010

Einleitung: Das Politische denken , in: U. Bröckling, R. Feustel (Hg.), Bielefeld: transcript, S. 7–19 (mit Ulrich Bröckling)

2010

Jean Baudrillard: Die künstlichen Paradiese des Politischen , in: U. Bröckling, R. Feustel (Hg.), Bielefeld: transcript, S. 295–313 (mit Hagen Schölzel)

2008

Vom Simulationsraum der Macht. Foucault mit Baudrillard gelesen, in: A. Philipps, D. Hechler (Hg.): Widerstand denken, Bielefeld: transcript, S. 201–219

2008

Freiheit im Vollzug. Foucaults Vorlesungen von 1978/79 — Eine Replik auf Philipp Sarasin, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie 1, S. 152–154 (mit Swen Seebach)

Rezensionen
2025

Erika Dyck: Rausch. Eine Kulturgeschichte der Psychedelika, Haupt Verlag 2024, in: Anthropos 120(2), S. 632

2023

Sarah E. Black: Drugging France. Mind-altering Medicine in the Long Nineteenth Century, Montréal: McGill-Queen's University Press 2022, in: Francia-Recensio 2023/2 Link

2020

Von einfachen Leuten und einer echten Linken. Zu R. Misik: Der falsche Freund der einfachen Leute und E. Fassin: Revolte oder Ressentiment, in: Behemoth 13(1), S. 132–137

2015

Wenn Linksextreme zweimal klingeln. Zu K. Schroeder, M. Deutz-Schroeder: Gegen Staat und Kapital – für die Revolution, Frankfurt 2015, in: Kreuzer online (mit S. Sauer) Link

2014

Eva Horn: Zukunft als Katastrophe, Frankfurt/M.: S. Fischer 2014, in: Behemoth (2), S. 130–134

2013

Joseph Vogl: Das Gespenst des Kapitals, Zürich: diaphanes 2011, in: Behemoth (1), S. 118–121

2010

Philipp Aumann: Mode und Methode. Die Kybernetik in der Bundesrepublik Deutschland, Göttingen: Wallstein 2009, und M. Hagner, E. Hörl (Hg.): Die Transformation des Humanen, Frankfurt/M.: Suhrkamp 2008, in: Behemoth (3), S. 170–174

2010

Slavoj Žižek: Auf verlorenem Posten, Frankfurt/M.: Suhrkamp 2009, in: Kritikon. Rezensionen zur Philosophie Bd. 3 Link

2008

Pat O'Malley (Hg.): Governing Risks, Aldershot: Ashgate 2005, in: Behemoth (2), S. 95–98 (mit Matthias Roddatz)

2008

Tiqqun: Kybernetik und Revolte, Zürich/Berlin: Diaphanes 2007, in: Behemoth (1), S. 94–97

2007

Die gigantische List der Realität. Zu Jean Baudrillard: Das System der Dinge, Gesprächsflüchtlinge, Die Intelligenz des Bösen, in: Phase 2 (26), S. 4–6

Beiträge in Zeitungen (Auswahl)
2024

Trumps Spiel nicht mitspielen. Donald Trump und seine Anhänger behaupten ständig Dinge, die nicht stimmen. Doch wer versucht, sie zu widerlegen, hat schon verloren, in: JungleWorld 39/2024 Link

2022

Wie viel veritas liegt im vino? Im Rausch wurden schon viele Wahrheiten entdeckt, in: JungleWorld 6/2022 Link

2021

Die Illusionen des Digitalen , in: Die Furche 21

2021

Die überschätzte Digitalisierung. In der digitalen Hochschule sollen Studierende und Lehrende keine Zeit vergeuden, in: JungleWorld 04/2021

2020

Das Zero-One-Game: Politik als Spiel , Carta/Goethe-Institut, November 2020 Link

2020

Zeitalter der Desinformation: Auf dem Boden der Realität, in: taz, Juli 2020 Link

2019

Ein Gesicht im Sand. Sind Menschen auch nur Maschinen? Über Fake News und das Digitale in einem Diskurs, der am Realen scheitert, in: OXI – Wirtschaft anders denken

2018

Wie Rechte das Wende-Motto zur Hassparole machen , Gastbeitrag bei t-online.de, August 2018 Link

2016

In der Falle. Nach dem Brexit sind viele Positionen zur EU gefangen zwischen zwei falschen Alternativen, in: Kreuzer Leipzig, August 2016

2016

Was heißt hier Volk? in: Sächsische Zeitung, Juli 2016

2016

Von Drogen und Menschen , Deutsche Welle, April 2016 Link

2015

„Das Volk“ in der Dauerschleife , in: Kreuzer Leipzig, Dezember 2015

2015

Arithmetische Demokratie. Wie uns die sozialen Netzwerke den permanenten Wahlkampf brachten, in: Neues Deutschland, 14. September 2015 Link

2015

In der Wissensfalle. Über Pegida, Informationen und informierte Dummheit, in: Kreuzer Leipzig, Februar 2015

2014

Die reizende Maschine. Ein Besuch bei Amazon, in: Kreuzer Leipzig, Juli 2014

CV | Lehre

Jahrgang 1979, von 1997 bis 2006 Studium Politikwissenschaft und Geschichte in Leipzig und Madrid, 2006 bis 2012 Lehrbeauftragter und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft (mit Unterbrechungen) der Uni Leipzig, 2012 Promotion an der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie zum Thema „Grenzgänge. Kulturen des Rauschs seit der Renaissance“ (summa cum laude), 2012 bis 2014 Projektkoordinator des Career Centers der Universität Leipzig, seit Oktober 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Koordinator des Projekts Academic Lab | Wissenschaftslabor, von November 2017 bis Ende 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt PODESTA (Populismus und Demokratie in der Stadt) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2021 Habilitation im Fach Soziologie.

Idee und Konzeption für das Schreibportal und das Methodenportal der Universität Leipzig.

Lehre, Übersicht
Sommersemester 2025Bachelor-Seminar | Beschleunigt, gestreckt, zirkulär: Zeit und Zeitsoziologie
Wintersemester 2024/2025Bachelor-Seminar | Politische Soziologie des Fußballs
Wintersemester 2021/2022Bachelor-Seminar | Affekte, Gefühle, Emotionen: Soziologische Perspektiven
Sommersemester 2020Soziologie des Spiels
Wintersemester 2019/2020Bachelor-Seminar | Soziologie der Drogen
Sommersemester 2019Bachelor-Seminar | Stadt lesen – Ethnographien und Interviews als Erhebungsmethoden der Stadtforschung (mit Peter Bescherer, Gisela Mackenroth)
Sommersemester 2018Bachelor-Seminar | Urbaner Populismus? (Uni Jena, mit Peter Bescherer)
Sommer 2017Workshop für Streetworker | Von Abendland bis Volksverdünner. Umgang mit den demagogischen Tricks der Neuen Rechten
Wintersemester 2016/2017Methoden-Seminar | Einführung in die Diskursanalyse II
Wintersemester 2016/2017Bachelor-Seminar | Die Welt als Null und Eins: Information und Informationsgesellschaft
Sommersemester 2016Methoden-Seminar | Einführung in die Diskursanalyse I
Sommersemester 2016Master-Seminar | Politik der Freundschaft (Derrida)
November 2015Workshop | Gemeinsame Erinnerung? Zu (Un-)Sinn und Zweck einer europäischen Erinnerungskultur an die totalitären Regimes des 20. Jahrhunderts
Wintersemester 2015/2016Bachelor-Seminar | Mode und Methode. Konstruktivismus und Dekonstruktion
Wintersemester 2014/2015Bachelor-Seminar | Von Platon zu Rancière: Staat und Demokratie
Seit Wintersemester 2012Workshops: Wissenschaftliches Schreiben
Wintersemester 2010/2011Bachelor-Seminar | Politik, Repräsentation, Sprache: Einführung in poststrukturalistische Gesellschaftstheorien
Wintersemester 2008/2009Hauptseminar | Das Spektakel des Skandals: Debord, Türcke, Baudrillard
Sommersemester 2008Seminar | Den Leviathan zerlegen: Analyse von Verwaltungsprozessen mit Hilfe der Akteur-Netzwerk-Theorie (Latour)
Wintersemester 2007/2008Hauptseminar | Souveränität und Subversion. Bataille, Baudrillard und Deleuze im Vergleich
Sommersemester 2007Hauptseminar | Die Rhetorik der Rechten. Einführung in die Diskursanalyse (mit Prof. Ulrich Bröckling)
Wintersemester 2006/2007Seminar | Theorie/Politische Anthropologie: Drogen, Rausch und Devianz
Sommersemester 2006Lektürekurs Michel Foucault: Überwachen und Strafen

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